Drogentote in Berlin erreichen Rekordniveau: Alarmierende Zahlen
In Berlin hat der Drogenkonsum im vergangenen Jahr für etwa 300 Menschen fatale Folgen gehabt, berichten Beratungsstellen. Die Organisation Vista (Verbund für integrative soziale und therapeutische Arbeit) bezeichnet dies als einen nie dagewesenen Höchststand. Anlässlich des heutigen internationalen Gedenktages für verstorbene Drogengebrauchende findet um 14 Uhr eine Gedenkveranstaltung auf dem Oranienplatz in Kreuzberg statt. Gleichzeitig werden in rund 100 weiteren Städten Veranstaltungen abgehalten, um der Betroffenen zu gedenken.
Die Beratungsstellen in Berlin betonen, dass es ein breit gefächertes und qualitativ hochwertiges Hilfesystem für Konsumenten illegaler Drogen gibt. Trotz der zahlreichen Angebote, wie Drogenkonsumräume, mobile Unterstützung und das innovative Drugchecking-Projekt, das kostenlose Drogenanalysen bietet, steigt die Zahl der Drogentoten in der Hauptstadt weiter an.
Besonders besorgniserregend ist, dass etwa jeder vierte Drogentote jünger als 30 Jahre ist. Das Motto der Gedenkveranstaltung lautet „Verändern, um Leben zu retten!“. Die Organisationen fordern, wirksame Maßnahmen basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen konsequent umzusetzen und niedrigschwellige Hilfsangebote auszubauen. Besonders vulnerable Gruppen, darunter Obdachlose oder Menschen in prekären Lebensverhältnissen, benötigen dringend gezielte Unterstützung.
Nach den Angaben des Bundesdrogenbeauftragten sind im gesamten Bundesgebiet im vergangenen Jahr 2.150 Menschen durch Drogenkonsum gestorben, wobei 2024 bereits 2.137 Drogentote verzeichnet wurden.
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