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Anstieg alleinlebender Berliner: Bezirk Mitte führt die Statistik an

Berliner Morgenpost — Berlin · 22. Juli 2026, 08:59 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Anstieg alleinlebender Berliner: Bezirk Mitte führt die Statistik an

In Berlin steigt die Anzahl der Ein-Personen-Haushalte kontinuierlich an. Laut den aktuellen Einwohnerzahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg hat sich die Zahl der alleinlebenden Personen bis Ende 2025 um 1,3 Prozent auf 1,27 Millionen erhöht. Diese Haushalte machen nun über die Hälfte aller Haushalte in der Hauptstadt aus, genau 56,8 Prozent.

Im Gegensatz dazu ist die Zahl der Zwei-Personen-Haushalte um 0,3 Prozent gesunken, während die Vier-Personen-Haushalte ebenfalls einen Rückgang von 0,1 Prozent verzeichneten. Insgesamt registrierte Berlin zum 31. Dezember 2025 rund 2,23 Millionen Privathaushalte, wobei etwa jeder sechste dieser Haushalte ein Familienhaushalt war. Der Anstieg der Ein-Personen-Haushalte hat auch die durchschnittliche Haushaltsgröße beeinflusst, die von 1,77 auf 1,76 Personen gesunken ist.

Ein interessantes Merkmal ist, dass die Wohnorte der Single-Haushalte stark vom Alter abhängen. In den 1,27 Millionen Ein-Personen-Haushalten waren über ein Viertel der Bewohner (27,1 Prozent) älter als 64 Jahre, während 17,4 Prozent unter 30 Jahre alt waren. Die Verteilung der Altersgruppen zeigt, dass die älteren Singles vor allem in den westlichen Randgebieten Berlins wohnen, während im Stadtzentrum vorrangig jüngere Singles zu finden sind.

Im Bezirk Mitte leben besonders viele junge Singles: Dort stammen 21,7 Prozent der Ein-Personen-Haushalte aus der Altersgruppe unter 30 Jahren, wobei die Heidestraße am Hauptbahnhof mit 32,4 Prozent der Haushalte für diese Gruppe besonders auffällt. In den Bezirken Spandau (33,3 Prozent), Reinickendorf (33,5 Prozent) und Steglitz-Zehlendorf (38,7 Prozent) hingegen lebt ein hoher Anteil von Menschen über 65 Jahren in Singlehaushalten. In Krumme Lanke am südwestlichen Rand von Berlin sind sogar 52,4 Prozent der alleinlebenden Personen 65 Jahre oder älter, während nur 9,9 Prozent unter 30 Jahre alt sind.

Zusätzlich gab es Veränderungen bei den Haushalten mit Kindern. Die Zahl der kinderlosen Haushalte stieg um 0,9 Prozent im Vergleich zu 2024, während die Haushalte mit Kindern um 0,3 Prozent zurückgingen. Rund 376.000 Haushalte beherbergen Erwachsene mit ledigen Kindern unter 18 Jahren. Die meisten Haushalte mit Kindern befinden sich in den Randbezirken, wobei Marzahn-Hellersdorf (20,7 Prozent), Spandau (19,8 Prozent), Pankow (18,6 Prozent) sowie Treptow-Köpenick und Lichtenberg mit jeweils 18,5 Prozent die höchsten Anteile aufweisen. Im Vergleich dazu liegt Charlottenburg-Wilmersdorf mit nur 13,6 Prozent deutlich unter dem durchschnittlichen Wert in Berlin.

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