CSD-Berlin: Feierlichkeiten und Sicherheitskontrollen in der Hauptstadt
Bei strahlendem Sonnenschein und hohen Temperaturen findet in Berlin die Christopher Street Day Parade (CSD) statt. Teilnehmer schwenken stolz Regenbogenflaggen und genießen ein buntes Fest. Die Stimmung ist ausgelassen, während auf der Leipziger Straße fröhlich zu Musik getanzt wird.
Die BVG wird ebenfalls Teil der Feierlichkeiten und präsentiert einen eigenen Wagen, auf dem die Botschaft „Wir fahren euch zur Wahl” zu sehen ist. Dies ist eine Anspielung auf die bevorstehende Abgeordnetenhauswahl am 20. September, im Einklang mit dem diesjährigen CSD-Motto „Haltung ist hot”, das zur Wahlbeteiligung aufruft.
Ein Hubschrauber der Polizei kreist über der Stadt, um ein Auge auf die Veranstaltung zu werfen und die Anzahl der Teilnehmer zu überwachen. „Einige haben am Rauschen der Rotorblätter vermutlich schon gehört, dass ein Hubschrauber am Himmel kreist“, erklärte ein Polizeisprecher.
Zu den Teilnehmern gehören auch fünf Freunde aus der Ukraine, die aufgrund des Krieges nicht mehr in ihrer Heimat an queeren Paraden teilnehmen können. Sie leben seit vier Jahren in Berlin und freuen sich nun, hier den CSD zu feiern.
Für den Sonntag sind die Veranstalter zu einer Cleanup-Aktion nach der Parade aufgerufen. Diese soll zwischen 14 und 17 Uhr am Großen Stern, direkt bei der Siegessäule, stattfinden. Teilnehmende haben die Chance, Tickets für einen CSD-Wagen im kommenden Jahr zu gewinnen.
Berlins Wirtschaftssenatorin, Franziska Giffey, hat sich ebenfalls zu Wort gemeldet. Auf Instagram veröffentlichte sie ein Video, in dem sie beim Auflegen an einem DJ-Pult zu sehen ist und dazu „Happy Pride Berlin!” schreibt.
Neben den Feierlichkeiten gab es Sicherheitsüberprüfungen. Am Potsdamer Platz kontrollierte die Polizei 15 Personen einer mutmaßlich rechten Gruppierung, die sich zu einer Gegenversammlung bewegen wollten. Eine Person führte einen verbotenen Gegenstand mit sich und wurde von der Versammlung ausgeschlossen. Die Polizei gewährte der Gruppe anschließend einen begleiteten Zugang zu ihrem Protestort. Die angekündigte Gegendemonstration wurde ursprünglich für den Potsdamer Platz geplant, verlegte sich aber an den Landwehrkanal.
„Wir demonstrieren, weil Inakzeptanz nicht akzeptabel ist!”, äußerten Joel und Etienne, die in außergewöhnlichen Kostümen als Engel und Teufel am CSD-Umzug teilnehmen. Bei 24 Grad und Sonnenschein strahlt die Stimmung beim CSD, während viele Freiwillige, darunter Katy und Penny, Spenden sammeln, um die zukünftige Durchführung der Parade zu sichern.
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