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Zukunft des Freibads „Spucki“ ungewiss – Familien bleiben außen vor

kamal · 25. Juli 2026, 05:09 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
Zukunft des Freibads „Spucki“ ungewiss – Familien bleiben außen vor

Das Freibad ‚Spucki‘ ist mehr als nur ein einfaches Schwimmbad. Mit seinem liebevollen Spitznamen zeigt sich, wie sehr es Generationen von Kindern geprägt hat, die hier am Hindenburgdamm ihre Sommer verbracht haben. Dieses Bad ist ein Teil der Stadtgeschichte und seit vier Jahren geschlossen, ohne dass eine Wiedereröffnung in Sicht ist, trotz der Proteste der Anwohner. Dies ist kein Zufall, sondern ein Versagen in der Badinfrastruktur.

Im Berliner Südwesten gibt es einen alarmierenden Sanierungsstau bei Sommer- und Freibädern. Es ist kaum nachzuvollziehen, warum beispielsweise im Strandbad Wannsee die Promenadenflächen wegen defekter Fliesen gesperrt sind und das Strandrestaurant Lido verfällt. Auch im Sommerbad am Insulaner sieht es besorgniserregend aus, denn hier stehen für dringend notwendige Instandhaltungen sieben Millionen Euro auf der Habenseite. Bislang funktioniert jedoch alles, was ein kleiner Lichtblick ist.

Die Verantwortung für den maroden Zustand des Spuckis liegt in den Händen derjenigen, die die Verträge erstellt haben – dazu zählen die Bäderbetriebe und der vorherige Pächter. Wenn ein öffentliches Bad an einen privaten Betreiber übergeben wird und man dann verwundert ist, dass nach Vertragsende nichts mehr funktioniert, dann fehlt es an einem klaren Realitätssinn.

Laut der Senatssportverwaltung wird das Spucki wegen seiner speziellen Beckenstruktur nicht saniert und hat somit keine Priorität für Schul- oder Vereinsschwimmen. Zusammengefasst heißt das, dass Bäder, die nicht für Leistungssportler oder Schüler ausgelegt sind, nicht relevant sind. Familien, kleine Kinder und all jene, die an einem heißen Tag im kühlen Wasser entspannen möchten, werden in dieser Planung übersehen. So kann man nicht von einer Daseinsvorsorge sprechen.

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