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Preise für Wohnungen in Berlin sinken – München bleibt teuerste Stadt

Berliner Morgenpost — Berlin · 22. Juli 2026, 08:20 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Preise für Wohnungen in Berlin sinken – München bleibt teuerste Stadt

Neue Daten aus dem Greix-Mietindex des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW) belegen, dass die Mietpreise in der deutschen Hauptstadt Berlin einen Rückgang erfahren. Im Gegensatz dazu zeigen die Städte Köln, Hamburg und Düsseldorf signifikante Mietsteigerungen. Im zweiten Quartal 2026 stiegen die Angebotsmieten in Köln um 6,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, in Hamburg um 5,1 Prozent und in Düsseldorf um 4,1 Prozent. Diese Zuwächse liegen deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 3,0 Prozent. Währenddessen musste Berlin im selben Zeitraum einen Rückgang von 0,8 Prozent hinnehmen, was zu einem Differenzial von fast sieben Prozentpunkten zwischen den beiden Städten führt.

Interessant ist auch, dass trotz anhaltender Inflation die Angebotsmieten insgesamt in den 37 untersuchten Städten und Regionen nur um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal und um 3,0 Prozent im Jahresvergleich gestiegen sind. Allerdings kann dies real, also nach Berücksichtigung der Inflation, lediglich einen Anstieg von 0,3 Prozent bedeuten, was bereits das zweite reale Minus in Folge ist. In München und Frankfurt sind die Mieten um 3,7 und 2,8 Prozent gestiegen, während Leipzig ebenfalls um 2,8 Prozent zulegte. Stuttgart verzeichnete hingegen einen Anstieg von 1,3 Prozent.

Die Mietpreise in München bleiben nach wie vor die höchsten in Deutschland: Im zweiten Quartal 2026 lag die durchschnittliche Kaltmiete dort bei 23,70 Euro pro Quadratmeter. Frankfurt folgt mit 17,80 Euro, gefolgt von Hamburg mit 16,50 Euro und Stuttgart mit 16,30 Euro. Köln kommt auf 16,00 Euro, während Berlin eine Kaltmiete von 15,30 Euro aufweist und Düsseldorf 14,90 Euro verlangt. Am günstigsten ist Leipzig mit 10,50 Euro pro Quadratmeter. Der gewichtete Durchschnitt aller 37 analysierten Städte liegt bei 14,30 Euro pro Quadratmeter.

Laut IfW zeigt die Analyse, dass ein hohes Preisniveau nicht unbedingt mit dynamischen Preissteigerungen einhergehen muss: Stuttgart gehört trotz stagnierender Mietpreise weiterhin zu den teuersten Märkten in Deutschland.

Der Greix-Mietpreisindex bildet die Angebotsmieten für Wohnungen aus verschiedenen Plattformen in 37 Städten und Regionen ab, darunter auch die 30 größten Städte Deutschlands. Für die Erstellung der Indizes werden pro Quartal über 60.000 Inserate analysiert, wobei etwa 40-50 Prozent auf die acht größten deutschen Städte (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart) entfallen. Für die Analyse von JLL wurden rund 35.000 Miet- und 41.000 Kaufangebote berücksichtigt, wobei sowohl Neubauten als auch Bestandsimmobilien untersucht wurden.

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