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Hilmar Swinka: Ein grausamer Fall von Mord und Hinrichtung

kamal · 23. Juli 2026, 15:01 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
Hilmar Swinka: Ein grausamer Fall von Mord und Hinrichtung

Vor den Tätern und ihren Taten stand die Frage im Raum: Könnte ich einen Menschen umbringen? Diese innere Auseinandersetzung erlebte der DDR-Bürger Hilmar Swinka im Jahr 1969. Um sicherzugehen, dass er für den Mord an seiner Frau bereit war, tötete er zuvor bereits zweimal andere Frauen. Die neue Episode der True-Crime-Serie "Das dunkle Berlin" widmet sich dem Fall des "Mordes auf Probe".

Am frühen Morgen des 14. Februar 1969 drückte Swinka seiner Ehefrau die Kehle zu und schnitt ihr danach mit einem großen Seziermesser weiter zu. Ob ihm zu diesem Zeitpunkt bewusst war, dass er bald selbst ein Fall für die Justiz werden würde, ist unklar. Die Polizei hatte sich bereits vor dem Haus positioniert.

Die Ermittlungen zu Swinkas Taten zeigen, dass er nicht einmal ahnte, dass er der erste in der DDR verurteilte Mörder nach einer Reform der Todesstrafe sein würde. Die Guillotine war abgeschafft worden, und stattdessen gab es die viel beschönigte „unerwartete Nahschuss“-Methode, bei der Hermann Lorenz als Vollstrecker fungierte. Diese Art der Hinrichtung und die Todesstrafe selbst blieben ein Geheimnis der DDR, da die Regierung Kriminalität nicht an die Öffentlichkeit bringen wollte.

Swinka herrschte über seine Familie wie ein Tyrann. Geboren 1938, war er seit seiner Jugend gewalttätig und wurde mehrfach vor Gericht gestellt. Sein gewalttätiges Verhalten verstärkte sich, insbesondere nach dem Alkoholgenuss. 1968 eskalierte die Situation, als seine Frau Elfriede ihn anzeigte. Bald nach der Scheidung nahm die Gewalt eine fatale Wendung.

Sein erster Mord ereignete sich in einer Kneipe, als er einen Mitspieler blutig schlug. Anschließend brach er zu seiner früheren Verlobten auf und tötete sie brutal im Schlaf. Auch eine zweite Geliebte litt unter seinem gewalttätigen Verhalten und fiel ihm zum Opfer. Swinka fühlte sich nach diesen Taten bereit, auch seine Frau Elfriede zu töten.

Als er vor dem Haus seiner Frau stand, wartete er, bis ihr Ex-Mann das Gebäude verließ, bevor er einbrach. Elfriede schickte ihre Tochter zur Nachbarin, um die Polizei zu rufen, doch Swinka konnte seine Pläne ausführen. Nachdem er seine Frau getötet hatte, ließ er die Polizisten eintreten, die daraufhin von dem grausamen Anblick überwältigt wurden.

Die Ermittlungen führten schnell zu Swinka, der umgehend geständig war. Die psychiatrische Bewertung stellte eine emotionale Kälte, jedoch volle Schuldfähigkeit fest. Am 18. Mai 1970 wurde er zum Tode verurteilt, und alle seine Einsprüche blieben erfolglos.

Die Hinrichtung fand in der zentralen Hinrichtungsstätte in Leipzig statt, die der Öffentlichkeit unbekannt war. Swinka erfuhr nicht, wann genau sein Ende kommen würde. Als er aus seiner Zelle geführt wurde, glaubte er, man bringe ihn in ein anderes Gefängnis. Stattdessen wurde er von Hermann Lorenz mit einer Waffe aus nächster Nähe erschossen, was in den Kellerräumen des damaligen Amtsgerichtes geschah. Der Fall Swinka bleibt eine der dunklen Schattenseiten in der Geschichte des DDR-Justizsystems.

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