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BVG verwandelt U-Bahnhof Alexanderplatz zum Pride-Bahnhof

kamal · 24. Juli 2026, 05:56 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 10 Aufrufe
BVG verwandelt U-Bahnhof Alexanderplatz zum Pride-Bahnhof

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben pünktlich zum Christopher Street Day (CSD) den U-Bahnhof Alexanderplatz in ein Symbol für Vielfalt und queere Rechte umgestaltet. Auf Instagram teilte die BVG mit: "Ob er oder sie oder alle anderen: bei uns ist Platz für alle. Happy Pride!" Die Station wurde mit der Regenbogenflagge dekoriert und trägt nun den Namen "Alex m/w/d". Die BVG erklärte zudem: "Ihr könnt einfach weiter Alex sagen."

Diese Maßnahme wurde auf der Plattform unterschiedlich aufgenommen. Während einige Nutzer positive Reaktionen wie "Liebe geht raus" und "Das Leben sollte bunt sein" äußerten, meldeten sich auch kritische Stimmen zu Wort, die den Schritt als unangemessen bezeichneten. Daneben wird auch in anderen Bereichen Berlins auf die Pride-Aktivitäten hingewiesen. Bereits im Juni ließ die BVG den Nollendorfplatz in bunten Farben erstrahlen und kommentierte dies mit "Im Regenbogenkiez". Künftig wird der U-Bahnhof Alexanderplatz den Besuchern die historische und kulturelle Bedeutung des Regenbogenkiezes nahebringen.

Am CSD-Samstag tritt Hertha BSC mit einer offiziellen Fußgruppe auf und lädt Vereinsmitglieder ein, gemeinsam ein Zeichen für Vielfalt zu setzen. Die Gruppe wird sich um 12 Uhr am Marion-Gräfin-Dönhoff-Platz versammeln. Der CSD-Umzug fällt auf den 134. Geburtstag von Hertha BSC und der Verein plant, den Geist seiner Ethikrichtlinien zu verkörpern.

Für zusätzliche Höhepunkte beim CSD sorgt die Künstlerin Ikkimel, die am Freitagabend am Brandenburger Tor auftritt. Laut Veranstaltern wird sie ohne Gage performen und gilt als wichtige Stimme der queeren Szene. Ikkimel ist bekannt dafür, mit ihren Songs konventionelle Narrative zu hinterfragen.

Ein weiterer musikalischer Höhepunkt wird die Anzeige von Sarah Connor am Samstag auf der Hauptbühne sein. Ihre langjährige Unterstützung der queeren Community wurde besonders gewürdigt, und sie tritt, ebenfalls ohne Gage, auf. CSD-Vorstandsmitglied Marcel Voges hob Connors Bedeutung hervor und dankte ihr für das Engagement.

Der Berliner CSD wird in diesem Jahr erstmals über zwei Tage gefeiert, beginnend mit einem Demokratieabend am Freitag mit Diskussionen und Live-Musik. Aufgrund der hohen Besucherzahlen wird darauf hingewiesen, dass die S-Bahn zwischen Friedrichstraße und Bahnhof Zoo von Freitagabend bis Montagmorgen unterbrochen ist. Busse werden einen Ersatzverkehr anbieten.

Das Möbelhaus Höffner hat derweil seine Teilnahme am CSD abgesagt, nachdem eine Spende des Eigentümers an die AfD für Kontroversen sorgte. Trotz dieser Entscheidung bekräftigte das Unternehmen seine Unterstützung für die LGBTQIA+-Community. Die Organisatoren des CSD planen zudem, ihre Teilnahmebedingungen zu überarbeiten.

Für Autofahrer im Tiergarten sind Einschränkungen auf der Straße des 17. Juni zu erwarten, da der Bereich für die CSD-Feierlichkeiten vorbereitet wird. Der CSD beginnt am Samstag um 12 Uhr und gedenkt des Stonewall-Aufstands von 1969.

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